„Wir wollen sichtbar bleiben“

Die Klausurtagung der Großen Rheydter Prinzengarde ist immer der Termin, in dem der Gesamtvorstand die Weichen für die kommende Session stellt. In der Bolten Brauerei waren nicht nur die einzelnen Gardeveranstaltungen ein Thema, sondern auch die Formationen der größten Karnevalsgesellschaft der Stadt. Wie geht es weiter?



Bis die neue Session beginnt, ist noch ein wenig Zeit, aber auch die Sommerveranstaltungen der Garde wollen geplant werden. Los geht es mit dem Garde Golf Cup am 11. Juli. Bewährt hat sich die Zusammenlegung des Sommerfestes und der Siegerehrung der Garde Rallye, die am 22. August im Clubhaus des RSV stattfinden wird. Das Aktivencorps lässt sich für die Rallye wieder einiges einfallen. Schwierig gestaltet sich das Oktoberfest. War die Veranstaltung früher im Casino ein echter Besuchermagnet, so hat das Interesse mittlerweile nachgelassen. Die fehlende Location könnte ein Grund sein, allerdings ist die Konkurrenz an Oktoberfesten im Stadtgebiet auch riesengroß. Jetzt soll ein neuer Anlauf genommen werden – und zwar dort, wo auch das Käseessen zu neuem Glanz gefunden hat: in Hermges. 



Der Orden des Jugendfonds wird in der kommenden Session das Landgericht Mönchengladbach als Motiv haben, ein Termin ist für Oktober 2026 angedacht. Die Weihnachtsfeier ist eine etablierte Veranstaltung, die aber durch die örtlichen Begebenheiten zu einem erhöhten Aufwand geführt hat, weil die Zubereitung der Speisen vor Ort nicht mehr möglich ist. Der Basispreis für die Weihnachtsfeier soll trotzdem nicht erhöht werden, aber die Lospreise für die attraktive Tombola werden angehoben (bei größerer Gewinnchance durch weniger Lose).

Gelungen war das Käseessen am neuen Standort in der Kleingarten-Anlage in Hermges. Die Stimmung mit 120 Gästen war prächtig. Auch das Kostümfest hat einen neuen Standort gefunden, der Ratskeller Giesenkirchen erwies sich als gute Location. Die Neuauflage soll am 22. Januar stattfinden. Die Gardeparty im „Spö“ ist zum Selbstläufer geworden. Die Gardeparty ist eine der Veranstaltungen, wo mehr Nicht-Gardisten gemeinsam feiern als Gardisten. Ein Beweis, wie gut die Veranstaltung am Karnevalssamstag in der Stadt angenommen wird. 



Mehr Besucher als im Jahr davor hatte die Kinderkarnevalssparty in der Aula des Gymnasiums Gartenstraße, aber die Location gibt noch wesentlich mehr her. Für diese Veranstaltung soll verstärkt die Werbetrommel gerührt werden. Keine guten Nachrichten gibt es für das Biwak in Rheydt. Früher war der Markt am Sonntag proppenvoll, wenn die Garde im Freien oder im Zelt campierte, doch die Zeiten haben sich geändert. Der letzte Wechsel zum Harmonieplatz in Rheydt war nicht so erfreulich wie angedacht. Vielleicht liegt es auch am Tag selbst, der Wechsel von Sonntag auf Samstag hat der Veranstaltung, die stets für einen guten Zweck ausgerichtet wird, nicht gut getan. Denkbar ist, dass das Biwak aufgrund der ultrakurzen Session im nächsten Jahr nicht stattfinden wird, aber eine Garde ohne Biwak ist für Präsident Dieter Beines auf Dauer ein falsches Signal. Gemeinsamer Tenor: „Wir müssen als Rheydter Garde in Rheydt sichtbar sein!“ Das könnte vielleicht noch mit anderen Veranstaltungskonzepten gelingen. Es gibt eine Anfrage zu einer Vatertagsveranstaltung im „Spö“, auch eine Herrensitzung im Ratskeller Giesenkirchen  könnte durchaus eine Möglichkeit sind.

Ein Highlight war in diesem Jahr der Auftritt der Garde mit GardeGirls und der gemeinsame Einmarsch mit dem Prinzenpaar der Stadt Düsseldorf bei der Gala-Sitzung der Weißfräcke in den Rheinterrassen. Der Besuch der Garde in anderen Städten und bei anderen Karnevalsgesellschaften ist stets ein Höhepunkt und bei den Gardisten sehr beliebt. Allerdings setzt diese Möglichkeit oft auch eine musikalische Begleitung voraus. Diesbezüglich laufen Gespräche mit dem Tambourcorps in Neuwerk.



Der Abschluss der Session ist traditionell das Fischessen, aber in diesem Jahr fehlte der Treffpunkt im Gardekalender. Seit der Elisenhof dicht gemacht hat, sucht die Garde nach einer passenden Location. Und das ist gar nicht so einfach. Eventuell wäre die Vitrine ein passender Ort, sofern diese Gastronomie bis dato wieder aufgemacht hat und die Bewirtung für rund 100 Gäste übernehmen kann. Da kommt doch glatt ein wenig Wehmut auf, die Vitrine war früher schonmal ein beliebter Ort für das Kostümfest und das Fischessen. 

Viel Aktivität ist in den Formationen der Garde zu verzeichnen: Die GardeGirls haben vier neue Tänzerinnen an Bord und kommen somit auf eine Personalstärke von 32. 25 Tänzerinnen und Tänzer zählt das Tanzcorps, ein „Knöppke“ kam dazu, zwei verließen die Tanztruppe. Die Formation sucht immer noch interessierte Jungs und Männer, die gerne tanzen. Die „Rheer Knöppkes“ begrüßten 12 neue Tänzerinnen beim Probetraining, insgesamt acht wurden aufgenommen. Damit hat die Garde nun 22 Knöppkes. Ein zusätzlicher Gardetanz für die älteren Knöppkes ab 12 Jahren ist geplant, um den älteren unter den Jüngsten ein zusätzliches Tanzerlebnis bieten zu können. „Die freuen sich auf diese Möglichkeit“, sagt Petra Beckers. Wir sind gespannt! Das Aktivencorps bleibt stark wie eh und je. Es gibt 75 Aktive, die als Prinzenpaarbegleitung mit durch die Hallen ziehen. Für Frauen gibt es neben den Black & White die Möglichkeit, als Marketenderinnen mit dabei zu sein. Diese Formation hat bisher 14 Mitgliederinnen, eine Öffnung dieser Formation ist angedacht, um auch den Frauen der Garde ein weiteres Betätigungsfeld zu erschließen.Die Erfüllung einiger Zugangsvoraussetzungen sind aber Voraussetzung für dieses Angebot. 

Änderungen und Erweiterungen unseres Angebots im Bereich „Soziale Medien“ sind in der Diskussion. Sie wurden erläutert, aber zur Vertiefung wieder an den Ausschuss „Medien“ übergeben.

In einem kurzen Rückblick kam Präsident Dieter Beines auf die Vorstandsarbeit und die personelle Entwicklung des Vorstandes zu sprechen. Hierbei erwähnte er auch den finanziellen Kraftakt zur Renovierung der VDZ-Wagen, der aber ohne den außerordentlichen Einsatz von Bernd Ohler aber nicht so erfolgreich möglich gewesen wäre.

Der Abend endete mit einem gemeinsamen Essen, zu dem auch die Partner/innen eingeladen waren….. klar, Getränke gab es auch, wir waren ja in der Brauerei…..

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